Backofen

Der Backofen ist eines der wichtigsten Geräte in der Küche. Ob süße Kuchenverführung, saftiger Braten, knusprige Pizza oder herzhafter Auflauf - mit dem richtigen Herd ist das Zubereiten solcher Köstlichkeiten kein Problem. Entdecken Sie bei Möbel Inhofer moderne Einbaubacköfen für Ihre Traumküche. Welche Unterschiede es gibt und auf was Sie beim Kauf achten müssen, haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt.

Wie wird der Herd in die Küche eingebaut?

Der Vorteil von Einbaubacköfen ist, dass sie sich nahtlos in die Küche integrieren lassen. Klassischerweise wird der Herd unter der Arbeitsplatte eingebaut. Dieser steuert dann zusätzlich das darüber angebrachte Kochfeld. Die beiden Elemente bilden somit eine Einheit, die auch über eine gemeinsame Stromquelle betrieben wird. 
Neben der klassischen Variante sind auch Einzelbacköfen erhältlich, die unabhängig vom Kochfeld in die Küche eingebaut werden. Das erlaubt eine deutlich individuellere Platzierung. So kann der Herd zum Beispiel kindersicher und rückenschonend in einem Hochschrank eingebaut werden, während sich die Kochstelle in der Kücheninsel befindet.

Ist die Größe des Backofens genormt?

Die Einbauhöhe ist auf 60 cm genormt. Ausnahmen bilden sogenannte Kompaktöfen. Durch deren geringeres Garraumvollumen beträgt die Höhe hier nur etwa 38 - 45 cm. Das Standardmaß für die Breite liegt für Einbau-Backöfen bei 59 cm.
Bei der Auswahl des Herds sollten Sie auf die Gehäußemaße achten. Stellen Sie sicher, dass die Größe zu der verfügbaren Stellfläche in der Küche passt.

Unterschiedliche Beheizungsarten

Die gängigsten Heizarten bei einem Backofen sind Ober- und Unterhitze oder Umluft. Doch was ist der Unterschied?
Bei der Funktion Ober- und Unterhitze wird der Backraum von zwei Seiten gleichmäßig erhitzt. Das bietet so manche Vorteile. Wenn zum Beispiel eine Pizza ins untere Drittel geschoben wird, bekommt der Pizzaboden mehr Hitze ab als der Belag. So wird der Boden schön knusprig, währen der Käse zart schmilzt, ohne zu verbrennen. 
Bei Umluft, auch Heißluft genannt, wird die heiße Luft im Ofen verwirbelt. Dadurch verteilt sich die Wärme gleichmäßiger zwischen den Ebenen. Ein Vorteil, wenn man mehr als ein Blech gleichzeitig im Herd hat. Zudem ist Umluft etwa 20% sparsamer als Ober- und Unterhitze, da mit einer geringeren Temperatur gebacken werden kann. Diese wird hier etwa 20° bis 30° niedriger eingestellt. Auch Vorheizen ist oft nicht nötig.

Moderne Backöfen bieten oftmals beide Varianten an. Auch weitere Beheizungsarten wie Grillen, reine Unterhitze, Warmhalten und Kühlgebläse gehören bei vielen bereits zur Ausstattung. High-End-Geräte bieten bis zu 30 verschiedene Heizarten.

In den meisten Fällen wird die gewünschte Beheizungsart über einen Drehknopf eingestellt, während über einen zweiten Drehknopf die benötigte Temperatur gewählt wird. Eine kleine Lampe signalisiert, wann die Wunschtemperatur erreicht ist.
Einige neuere Modelle werden digital justiert. Hier wird dann meistens über Tasten das gewünschte Programm und die Feineinstellung bestimmt.

Systeme zur Backofenreinigung

Der heiße Käse läuft von der Pizza, der Teig fließt über die Kuchenform hinaus oder etwas Fett spritz aus dem Braten - schnell kommt es zu eingebrannten Stellen und Verschmutzungen im Garraum. Diese per Hand zu entfernen kann mühselig sein. Zum Glück verfügen heutige Herde in der Regel über eine Selbstreinigung. Doch wie funktioniert ein selbstreinigender Backofen? Um diese Frage zu beantworten, haben wir Ihnen im Folgenden die gängigsten Reinigungssysteme zusammengestellt.

  • Hydrolytisches Reinigungssystem:
    Hierbei wird ganz auf die Wirkung von Wasser und Hitze gesetzt. Man füllt in eine spezielle Bodenwanne etwa 500 ml Wasser, gibt etwas Spülmittel dazu und erhitzt das ganze. Anschließend wird der Innenraum sorgfältig ausgewischt.

  • Pyrolytisches Reinigungssystem:
    Bei dieser Reinigungsart wird der Backofen auf bis zu 480° erhitzt. Verschmutzungen und Eingebranntes zerfallen dabei buchstäblich zu Asche. Das Verfahren wirkt äußerst überzeugend, bedarf jedoch einer relativ hohen Energiezufuhr.

  • Katalytisches Reinigungssystem:
    Die Reinigung funktioniert durch eine spezielle Emaille- oder Keramikbeschichtung. Mit Hilfe von Metalloxiden zerfallen Fettpartikel bereits während dem Gebrauch bei Temperaturen ab 200°. Nach der Benutzung muss das Herdinnere lediglich ausgewischt werden.

  • Leicht-Reinigungs-Emaille:
    Hierbei handelt es sich um eine porenlose Emaille-Oberfläche mit Antihafteffekt. Die spezielle Oberfläche verhindert Einbrennen und ist zudem äußerst kratzfest, sowie pflegleicht. Nur auf allzu aggressive Reinigungsmittel sollte verzichtet werden.

Backofen - Öffnung und Auszug

Am bekanntesten ist der Herd mit einfacher Klapptür. Bei manchen Modellen lässt sich diese unter den Ofen schieben, so dass man ungehindert an den Innenraum kommt. Ein Verbrennen an der heißen Tür wird dadurch quasi ausgeschlossen. Eine weitere Variante ist der Backwagen. Hierbei handelt es sich um ein Gestell, welches fest mit der Ofentür verbunden ist. Der Vorteil bei Modellen mit Backwagen ist, dass man sich nicht mehr an den Heizstäben verbrennen kann und bei Hände frei hat.
Ganz ähnlich wie der Backwagen funktioniert der Teleskopauszug. Mithilfe von Teleskopschienen wird das Backblech oder der Rost kippsicher befestigt. Zum Herausnehmen wird das Blech inklusive der Halter herausgezogen. 

Worauf kommt es beim Kauf eines Backofens an?

Je nach Modell und Marke variieren die Funktionen und Ausstattungen bei Backöfen sehr stark. Um da nicht den Überblick zu verlieren und eine fundierte Entscheidung treffen zu können, haben wir Ihnen im Folgenden die wichtigsten Kaufkriterien für Sie zusammengestellt.

  • Stromverbrauch:
    Der Energieverbrauch eines Herds hängt unter anderem von seiner Garraumgröße und der Beheizungsart ab. Achten Sie daher auf die angegebene Energieeffizienzklasse. Diese wird noch mit A+++ bis D angegeben. Modelle die mit A++ bis A angegeben sind, benötigen im Schnitt 0,5 bis 1,5 Kilowattstunden pro Backvorgang.
  • Vorhandener Platz:
    Achten Sie unbedingt auf die Gehäusegröße. Messen Sie vor dem Kauf den verfügbaren Stellplatz genau aus und stellen Sie sicher, dass der neue Einbaubackofen an die gewünschte Stelle passt.
  • Garraumgröße:
    In Single-Haushalten wird oftmals mehr aufgewärmt als tatsächlich gebacken. Hier genügt deshalb in vielen Fällen ein platzsparender Minibackofen. Bei einer mehrköpfigen Familie ist die Garraumgröße wesentlich wichtiger. Für 60-cm-Möbelnischen gibt es Backöfen mit einem Fassungsvermögen von 60 bis 78 Liter. Und wenn Kochen und Backen mehr als nur ein Hobby ist, sollte der neue Backofen über zahlreiche Funktionen verfügen.
  • Pflegekomfort:
    Vor allem wenn der Backofen häufig genutzt wird sind integrierte Reinigungssysteme von Vorteil. Insbesondere die Pyrolyse erleichtert das Reinigen maßgeblich. Achten Sie also beim Kauf darauf, ob der Herd eine Selbstreinigungsfunktion hat.
  • Kindersicher:
    In Haushalten mit Kindern spielt die Sicherheit eine große Rolle. Hier kann es von Vorteil sein, den Backofen weiter oben in der Küche zu platzieren. In solchen Fällen empfiehlt sich ein Herd, der unabhängig vom Kochfeld gesteuert wird. Eine weitere Möglichkeit sind Öfen mit Backwagen. 

Sie haben noch weitere Fragen oder möchten mehr zu den unterschiedlichen Beheizungsarten und Funktionen wissen? Das Möbel Inhofer Küchenteam steht Ihnen gern zur Verfügung. Kommen Sie gleich vorbei oder vereinbaren Sie einen unverbindlichen Beratungstermin.